30. März



Herman[n Theodor] von Schmid (30.3.1815 - 19.10.1880) war ein bayrischer Volks- und Heimatschriftsteller des 19. Jahrhunderts - zu seiner Zeit sehr bekannt und beliebt, heute weitestgehend vergessen.

Schmid, der in Weizenkirchen (Oberösterreich) geboren wurde, studierte in München Jura, erhielt 1843 eine Stelle als Aktuar bei der Polizeidirektion in Müchen, wurde aber 1850 aufgrund seiner Beteiligung an der 1848er Revolution in den Ruhestand versetzt. - Schon zuvor war er als Autor hervorgetreten und schrieb nun zahlreiche Volkserzählungen, Romane und Theaterstücke, die u.a. auch in der auflagestarken Zeitschrift Die Gartenlaube veröffentlicht wurden. Neben ihrer regionalen Verankerung im bayerischen Raum spielen zahlreiche Schriften Schmids vor einen historischen Hintergrund. Seine Erzählungen und Romane machten ihn sehr populär, er wurde Dramaturg und Theaterdirektor in München, erhielt schließlich eine Professur für Literaturgeschichte am Konservatorium und wurde 1871 in den persönlichen Adelsstand erhoben. Seine Gesammelten Schriften (Romane, Erzählungen) wurden mehrfach in bis zu 50 Bänden veröffentlicht, hinzu kamen Dramatische Schriften sowie zahlreiche Einzelveröffentlichungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Schmid starb am 19. Oktober 1880 in München.

Informationen über den Autor sind rar. Die obigen Bemerkungen beruhen auf: Brockhaus' Conversations-Lexikon, 13. vollständig umgearbeitete Auflage, Bd. 14, Leipzig 1886, S. 426 -
Im Internet zugänglich ist der Artikel aus der ADB (Band, 31, S. 664 ff.): http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb031/@ebt-link?target=idmatch(entityref,adb0310666)

Vgl. auch die Titeleinträge (neuere Ausgaben) zu Hermann von Schmid auf dem Leihbuchregal


Kalenderübersicht   ||   Kalender-Register   ||   Diese Seite ist Teil eines Framesets. - Zur Startseite            © 2008 by Old Reddy