LUSTpapier ... deutschsprachige erotica




ALBERT vögelt gern mit INA,
sie finden LUSTpapier ganz prima,
und schauen gern 'mal wieder rein,
zur Info nach 'nem Fick zu zwei'n!
doch die ZENSUR ist nicht passé,
dank ToS und AGB,
so musst' man Bilder hier verschandeln,
oh je! - man durft' nicht anders handeln!

(R. Kitero)

(* Kopie eines amtlichen Dokuments aus der das Alter der Nutzerin / des Nutzers hervorgeht, an meine email-Adresse: westernroman@yahoo.de)
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Die unter LUSTpapier dokumentierten Druckschriften sind für Erwachsene bestimmt. Sie gehören zu den besonders interessanten Sammelgebieten im Bereich populärer Literatur. Es ist allgemein bekannt, dass solche Veröffentlichungen Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden dürfen, weil sich teilweise in Titeln, Inhaltsbeschreibungen sowie auf den Covern Darstellungen finden, die der gesetzlich geltenden Zensurpraxis zufolge als 'jugendgefährdend' angesehen werden müssen. - Pornographische Inhalte sind hier nicht vorhanden. Entsprechende Bilder (z.B. eindeutiger Geschlechtsverkehr, oder Nahaufnahmen von Vagina bzw. Penis) wurden grundsätzlich zensiert (unkenntlich gemacht). Dasselbe gilt für evtl. Anstoss erregende Inhaltsbeschreibungen der Bücher oder Magazine. -- Bei den Titelaufnahmen war es unabdingbar, dass schon aus dokumentarischen Gründen auch Begriffe aus dem erotischen Wortschatz verwendet wurden - wie sie sich z.B. auch in den offiziellen (nicht der Pornographie verdächtigen) Titelaufnahmen der Deutschen National-Bibliographie (DNB) finden.

Die bei LUSTpapier vorhandenen Daten sind somit keine Erwachseneninhalte (There is no adult content in this section of TRIVIALITAS.)! LUSTpapier ist als Beitrag zur Archäologie der populären Druckschriften in Deutschland unverzichtbar - voyeuristische Intentionen sind nicht vorhanden! -- Vgl. Beispiel einer Titelaufnahme

LUSTpapier versucht eine bibliographische Orientierung im Dschungel der Erotika und Pornographica zu bieten. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass aufgrund der durchaus lückenhaften und bislang vielfach nur sehr ungenau dokumentierten Materialbasis hier nur erste Rodungsarbeiten erfolgen können. Zur Zeit werden mehr als 3800 Veröffentlichungen erfasst.

LUSTpapier arbeitet mit Einzeltitelaufnahmen (und einer alphabetischen Sortierung nach Autorennamen), die zumeist neben den so vollständig wie machbaren bibliographischen Angaben auch eine Coverabbildung zeigen; zudem werden - falls vorhanden - Werbetexte der Verlage oder Anbieter in Zitatform genutzt, um so einen besseren Eindruck vom Inhalt der entsprechenden Werke zu vermitteln.

Wichtigstes Aufnahmekriterium bei LUSTpapier ist der Inhalt der Veröffentlichungen, unerheblich dagegen die Textart (Roman, Erzählung, Bildband, Magazin, Sachbuch, Fachbuch, Comic, etc.) oder das Veröffentlichungsjahr.

Quellen für LUSTpapier sind vorhandene (gedruckte oder internetbasierte) Bibliographien sowie antiquarische Angebote unterschiedlichster Art. Demzufolge bleiben oft Ungenauigkeiten, die ich zu entschuldigen bitte. Ich bin aber der Meinung, dass selbst eine ungenaue, eventuell sogar fehlerbehaftete Titelaufnahme besser ist als keine! So wünschenswert eine Autopsie der einzelnen Titel wäre, so undurchführbar ist sie für mich - ich bin kein Sammler erotischer oder pornographischer Literatur und verfüge kaum über entsprechende Originale. - Hilfen von Verlagen, Sammlern und Kennern solcher Werke wären durchaus wünschenswert. Sie werden gerne vertraulich behandelt.

LUSTpapier ist - nach meiner Meinung - für Kinder und Jugendliche allerdings ungeeignet und wird daher (wenn auch rechtlich nicht notwendig) in einem geschützten Bereich präsentiert. Sie (als Nutzer) bestätigen obige Einführung gelesen sowie nichts gegen Darstellungen von Nacktheit, erotische Fotos bzw. Zeichnungen einzuwenden zu haben. -- Ein Passwort kann gegen Altersnachweis (*) angefordert werden.
Unsere Zensurstempel

Hier ist nicht der Raum für eine Geschichte erotischer Literatur. Darum nur einige Anmerkungen. Texte mit erotischem (teilweise auch pornographischem) Inhalt gab es schon in der Antike. Später wurden sie vielfach in kleinen (entsprechend teuren) "Liebhaberausgaben" oder als Privatdrucke veröffentlicht und waren oft - aufgrund herrschender Zensur - nur einem handverlesenen Publikum zugänglich.
Neben Romanen und Erzählungen, die zum Teil auch illustriert waren, standen schon seit langem Bücher, die sich der Thematik von 'angeblich' oder ernsthaft wissenschaftlicher Seite näherten, auch sie boten aufgrund ihrer Schilderungen und/oder Bilder genügend für die voyeuristischen Gelüste ihrer Leser. Mit solchen Themen spielten z.B. die seinerzeit gerne von der Bundesprüfstelle indizierten Sittenromane in Romanheft- oder (Leih-)Buchform. Abgesehen von gebundenen Titeln gab es z.B. in den 1960er Jahren auch einiges an Taschenbüchern, die damals in liberaleren Ländern wie Dänemark oder Schweden in deutscher Sprache gedruckt, irgendwie den Weg zu Freunden dieser Literatur fanden.

Die Lockerung bzw. Aufhebung der Zensur in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts führte dazu, dass zahlreiche deutsche Verleger und Autoren den Markt für sich entdeckten. So waren hierzulande ab etwa 1970 verstärkt Zeitschriften, spezielle Porno-Magazine oder gebundene Bücher / Taschenbücher erhältlich, die über den Vertrieb im Buchhandel, in Sexshops, im Versandhandel aber auch in Bahnhofsbuchhandlungen (dort zumeist in Folie eingeschweisst) mit nackter Haut auf dem Einband und vielversprechendem Klappentext um Käufer warben. Der Münchener Wilhelm Heyne Verlag veröffentlichte - um nur ein Beispiel zu nennen - zwischen 1967 und 1991 ungefähr 470 Titel mit erotischen Klassikern, neuen Romanen oder Erzählungen und Sachtiteln in seiner EXQUISIT-Reihe. Bei den Autoren kann man durchaus leicht den einen oder anderen wohlbekannten Namen wiederfinden, wenn es gelingt, das zumeist benutzte Pseudonym zu 'knacken'. Weiterhin erinnere ich mich noch gut daran, dass in unserer Stadt mittlerer Grösse am Zeitschriftenstand des Bahnhofs die damals typischen runden Verkaufsständer für Taschenbücher gut bestückt mit Produkten von z.B. Olympia Press oder Decker standen (und auch eifrig genutzt wurden). Viele Titelbilder (häufig Fotos, gelegentlich aber wie auch im angelsächsischen Raum Zeichnungen) zeigten zunächst zwar 'Nacktes' aber durchaus harmlos und unter Verzicht auf Hardcore-Szenen; diese fanden sich häufiger auf Taschenbüchern späterer Jahre und vor allem auf den Covern der zahllosen Hardcore-Fotomagazine. In den eben erwähnten Fotomagazinen wurden zumeist Fotogeschichten erzählt, die alle legalen Formen von Pornoographie im Hochglanzformat detailliert zeigten. Auch die Schilderungen in Romanen und Erzählungen liessen im oft vulgär schnoddrigen Sprachduktus und in Form der geschilderten Sexualpraktiken wenig aus. Der Boom erotisch/pornographisher Taschenbücher währte allerdings nur kurz. In den 1980er Jahren war schon wieder fast alles vorbei - der boomende Videomarkt mit Porno auf VHS-Kassetten und später dann auch als DVDs, führte zum Rückgang der Verkaufszahlen für Magazine und Bücher. Natürlich exisitierte die eine oder andere Reihe auch weiterhin aber heutzutage zeigt ein Blick in einen beliebigen Sexshop, dass dort spezielle Printmedien mit pornographischen Inhalten nur noch ein Schattendasein führen.

Auf dem freien Buchmarkt finden allerdings sogenannte erotische Romane als Taschenbuch oder Paperback bei spezialisierten Verlagen aber auch in den Reihen der grossen Publikumsverlage durchaus Käufer. Ja, man könnte, wenn man einen Blick auf Bestsellerlisten wirft, versucht sein, zu behaupten, dass Erotica zur Zeit durchaus salonfähig sind. Vieles was hier jetzt veröffentlicht wird, wäre vor ein paar Jahrzehnten allerdings nur in vertriebsbeschränkter Form auf den Markt gekommen.

Eine Bestandsaufnahme des Pornomarktes aus dem Jahr 1971 unter http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44915025.html.
Ich danke R. KITERO für seine freundliche Unterstützung!


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